Richtig „Nein“-Sagen will gelernt sein!

Salecker Marketing FriedbergOder: Warum wir uns immer erklären müssen!

Ich vermute, es ist eher ein Frauenproblem, das mir über die Jahre meines Berufslebens aufgefallen ist. Zuerst bemerkte ich an mir, dass ich mein „Nein“ immer begründete. Es ist knapp über 20 Jahre her, da wurde ich um einem Termin angefragt und sagte: „Da kann ich leider nicht, da ist ein Termin im Kindergarten und ich weiß nicht genau wann der fertig ist und dann muss ich noch einkaufen.“
Schon als ich den Telefonhörer auflegte, dachte ich: „Bist du verrückt, verrätst demjenigen auch noch was du genau tust! Das ist doch unprofessionell.“Danach achtete ich genau darauf, dass ich nur sagte: „Nein, da passt es mir nicht. Aber ich kann Ihnen den Dienstag darauf anbieten.“ Sich nicht erklären, aber eine Alternative anbieten. Wir erklären uns, weil wir denken, das „Nein“ klingt dann nicht so barsch, aber letztlich bieten wir mehr Angriffspunkte, weil der Andere zu sehr in meine Terminplanung einbezogen wird. Und dafür sorge ich auch noch selbst.

Selbstbewusst „Nein“-Sagen geht

Mein Vorhaben funktionierte anfangs nur bedingt. Denn – und wiederum waren es vermehrt Frauen – es wurde nachgefragt, was das denn für ein Termin sei, weswegen ich nicht könne, oder warum ich diesen nicht verschieben könnte. Da steckte ich nun in der Zwickmühle, unhöflich wollte ich nicht sein. Ich redete drumrum, redete mich raus. Obwohl ja an sich das Gegenüber unhöflich war und mich ausfragte.
Vielleicht war ich mit meinen Absagen auch nicht deutlich genug, vielleicht war meine Stimme nicht überzeugend. Wir lassen uns beim „Nein-Sagen“ gerne eine Hintertür offen, weil wir nicht unhöflich sein wollen. Formulierungen wie „Eigentlich passt es nicht!“ oder „das ist ungünstig!“ sind nicht Fisch und nicht Fleisch. Wir signalisieren dem Gegenüber „da geht noch was“!

Klar und deutlich „Nein“ sagen, das geht auch freundlich aber bestimmt, ohne den Anderen vor den Kopf zu stoßen. Wenn wir dann freundlich eine Alternative anbieten, sei es einen anderen Termin nennen oder einen Kollegen, der zum gewünschten Zeitpunkt kann, kommt das gut an.

Über die Autorin:

MaluSchaeferSalecker_BlogMalu Schäfer-Salecker ist seit über 20 Jahren selbständige Kommunikations- und Marketingberaterin. Am liebsten berät Sie Ihre Kunden wie diese sich in Sozialen Medien professionell präsentieren können und damit zum Unternehmenserfolg beitragen.
Sie hält gerne Vorträge und gibt in Workshops ihr Know How weiter.

Kontakt: info@salecker-marketing.de

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