Netzwerken ist eine Lebenseinstellung

Teamwork and integration conceptNetzwerken ist keine Technik, die man lernen kann.
Netzwerken ist eine Lebenseinstellung!

Gibt es echte und unechte Netzwerker? Nein, sicherlich nicht, denn letztlich können wir ohne Netzwerke nicht leben. Es gibt aber Menschen, denen es leicht fällt „zu netzwerken“ und andere, die sich schwerer damit tun. Ich werde öfter gefragt, was für „gutes netzwerken“ hilfreich ist. Hier ein paar Gedanken dazu:

  • Verbinden Sie online-netzwerken mit offline-netzwerken. Es macht Spaß, Menschen, die man online kennen und schätzen gelernt hat, endlich persönlich zu treffen. Ich habe meinen Freundes- und Bekanntenkreis dadurch sehr erweitert, andere sind Geschäftspartner geworden und manche auch Kunden. Ich schätze den Austausch und die Anregungen, die ich bekomme, ob sie nun persönlich oder geschäftlich sind, sie sind es Wert, das Netzwerk weiter zu pflegen.
  • Wenn Sie Mitglied in einem Netzwerk sind, das sich regelmäßig trifft und Sie gehen nur hin, wenn der Vortrag für Sie interessant ist, netzwerken Sie nicht. Dann bilden Sie sich fort! Nutzen Sie die Gelegenheit beim Treffen andere Menschen kennen zu lernen. Gehen Sie auf die „Neuen“ zu, sprechen Sie an und tauschen Sie die Visitenkarten aus. Nebenbei bekommen Sie bei einem Vortrag, selbst wenn Sie ihn kennen oder das Thema uninteressant scheint, immer ein paar Impulse mit auf den Weg.
  • Nach einem Offline-Netzwerktreffen sortieren Sie Ihre Visitenkarten und schauen auf welchen Social Media Plattformen, sich Ihre neuen Kontakte aufhalten. Bitten Sie diejenigen, die für Sie interessant sind, um gegenseitige Kontaktbestätigung. So bleiben Sie im Kontakt auch wenn der andere die Firma oder den Wohnort wechselt. Durch Statusmeldungen, die Sie kommentieren, bleiben sie im Gespräch.
  • Netzwerken macht Arbeit! Ja, ich höre Sie stöhnen! Jedoch: Arbeit und Zeit zu investieren lohnt sich, das ist meine Erfahrung und die vieler anderer auch. Wenden Sie diese Zeit auf. Reservieren Sie etwa 10% Ihrer Arbeitszeit (das sind 48 Minuten bei einem 8h-Tag) ins Netzwerken. Lesen und kommentieren von Statusmeldungen, E-Mails schreiben oder beantworten, einfach mal direkt zum Hörer greifen und sich zu einem Kaffee zu verabreden, das sind viele Möglichkeiten, den Kontakt zu halten und zu vertiefen.
  • Sie sind auf Dienstreise in einer anderen Stadt? Perfekt, schauen Sie in Ihre Kontakte, wer in der Nähe wohnt, verabreden Sie sich zu einem Kaffee oder ein gemeinsames Essen. Sie werden sich wundern, wie viele Menschen sich freuen, wenn Sie sie direkt ansprechen und um ein kurzes Treffen bitten.
  • Wenn Sie sich nicht so direkt trauen, dann teilen Sie in Statusmeldungen mit, dass sie in Hamburg oder München oder Frankfurt sind und etwas Zeit haben. Fragen Sie, wer Lust hat sich mit Ihnen zu treffen.
  • Und zu guter Letzt: Bleiben Sie neugierig! „Du musst reden mit den Leuten, dann kommst du ins Gespräch“, war die Devise meines Großvaters, der längst verstorben ist. Von ihm habe ich viel über Kommunikation gelernt. Er war immer neugierig neue Menschen kennen zu lernen und zeigte immer Interesse an dem was andere tun, selbst wenn es seinem Weltbild nicht entsprach. Manchmal hakte er gerade dann genau nach.
  • Oft genug habe ich erst nach einem längeren Gespräch interessante Berührungspunkte entdeckt, die ich beim flüchtigen Kennen lernen nie vermutet hätte.

Bleiben Sie neugierig und offen, dann klappt’s auch mit dem Netzwerken!

Über die Autorin:

Malu Schäfer-Salecker ist seit über 20 Jahren selbständige Kommunikations- und Marketingberaterin. Am liebsten berät Sie Ihre Kunden wie diese sich in Sozialen Medien professionell präsentieren können und damit zum Unternehmenserfolg beitragen. Sie liebt pragmatische und schnell umsetzbare Lösungen für Ihre Kunden, hält gerne Vorträge und gibt in Workshops ihr Know How weiter.

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