Tipp des Monats 05/14 – Der Twitter-Elevatorpitch

MaluSchaefer_TwitterDer, die das Twitter-Bio – nein, das hat nichts mit biologisch-dynamischen Anbau oder ähnlichem zu tun. Obwohl man es bei manchen Twitter-Bios meinen könnte.

Was schreib ich bloß in die Twitter-Bio?
Da passt doch nix rein.
Da ist viel zu wenig Platz.

Die Möglichkeiten der Selbstpräsentation auf Twitter sind, außer über die vielen Tweets, die man schreibt, begrenzt. Twitter ist Micro-Blogging, also auch Micro-Selbstdarstellung 🙂
Neben dem Titelbild, das inzwischen groß und auffällig ist und in dem bei entsprechender Gestaltung viel von mir, meinem Unternehmen und meiner Persönlichkeit untergebracht werden kann, ist noch Platz für die sogenannte Twitter-Bio.

Die Twitter-Bio als Elevatorpitch

160 Zeichen darf die Twitter-Bio lang sein. Viele halten das für zu wenig. Ich sage: Die Twitter-Bio ist der Elevatorpitch. Hier kann ich kurz und knapp, mich, mein Unternehmen und meine Dienstleistung soweit präsentieren, dass die Follower Lust bekommen, mehr zu erfahren und meine Website besuchen, um eben das „mehr“ dort zu erfahren.

Wie im „richtigen“ Leben soll der Elevatorpitch nur neugierig machen, mehr zu erfahren und die Person anzusprechen. Es ist eine Herausforderung, sein „Produkt“ so kurz und knapp darzustellen, dass jemand nachfragt. In 160 Zeichen sagen, wer Sie sind und was Sie tun! Experimentieren Sie mit Ihrem Elevatorpitch, den Sie bei Events für die Vorstellungsrunde verwenden.

Nun könnten Sie sagen, die Twitter-Bio ist nicht so wichtig. Wenn mir jemand neu folgt, ist sie aber das erste, was ich mir von diesem neuen Follower anschaue, ist diese interessant, schaue ich nach den Tweets und wenn beides stimmt, folge ich zurück. Die Bio ist für mich aber ausschlaggebend. Also unterschätzen Sie diese nicht.

Ideen für die Bio-Kreation

  • Nehmen Sie Ihren Elevatorpitch und streichen konsequent alle Füllwörter.
  • Bitten Sie Geschäftsfreunde, Sie mit 3 Adjektiven zu beschreiben.
  • Wenn es ein Zitat gibt, das gut zu Ihnen und Ihrem Business passt, dann her damit, und peppen Sie es auf mit ein bis zwei Schlagwörtern Ihres Business.
  • Sagen Sie Ihren Satz immer laut vor sich her. Ist er eingängig? Klingt er gut? Kommt eine Prise Humor rüber?
  • Humorvoll ist immer gut, aber übertreiben Sie es nicht. Wenn der Humor falsch verstanden wird, geht der Schuss nach hinten los.
  • „Ich twittere über dies und das, was mich interessiert“, ein solcher oder ähnlicher Satz hat in einem Business-Twitterprofil nichts verloren.
  • Bleiben Sie ehrlich, überzeugend und übertreiben Sie nicht.

Und denken Sie daran, die Bio ist nicht in Stein gemeißelt. Testen Sie und fragen Ihre Follower, welche aussagekräftig, ansprechend ist und zu Ihnen passt.

Haben Sie Beispiele für gute oder besonders schlechte Twitter-Bios?

Über die Autorin:

Malu Schäfer-Salecker ist seit über 20 Jahren selbständige Kommunikations- und Marketingberaterin. Am liebsten berät Sie Ihre Kunden wie diese sich in Sozialen Medien professionell präsentieren können und damit zum Unternehmenserfolg beitragen. Sie liebt pragmatische und schnell umsetzbare Lösungen für Ihre Kunden, hält gerne Vorträge und gibt in Workshops ihr Know How weiter.

 

Ein Gedanke zu „Tipp des Monats 05/14 – Der Twitter-Elevatorpitch

  1. Elephanteum

    Ich wage leichten Widerspruch. Als langjähriger Twitterer und Nutzer, schaue ich mir die Bio in weniger als 1% der Fälle überhaupt an. Ich schaue auf Namen, Avatar, ggf Verhältnis Follower zu Verfolgten und vor Allem auf die Timeline, also die geschriebenen tweets.

    Mir würde es nicht auffallen wenn Twitter das abstellen würde.

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