Beim Wunschkandidaten punkten

??????????????????Unternehmen fehlen Fachkräfte!

So titulierte die Wiwo heute einen Artikel. Am meisten betroffen sind nach Aussage der Autorin die Handwerksberufe und inzwischen auf Managerpositionen. Das Problem scheint sich international zuzuspitzen.
Was mich am meisten erstaunt hat ist: Allerdings gaben auch 44 Prozent der betroffenen Unternehmen an, keine gezielte Strategielösung zum Fachkräftemangel zu verfolgen.“ (Link)

Ich vermute nicht, dass sie keine Strategie haben, sondern eher, dass Unternehmer sich auf die althergebrachten Methoden verlassen. Also nach dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht“ handeln. Leider merken viele noch nicht, dass dieses bisher erfolgreiche „running system“ nicht mehr funktioniert.
Ich höre Klagen, wie „Jetzt haben wir so oft inseriert, aber kein geeigneter Kandidat hat sich beworben.“ Es stellt aber keiner die Frage, ob die geeigneten Kandidaten überhaupt Zeitungsanzeigen lesen. Ich sehe, dass die berühmte Generation Y kaum mehr Online-Stellenanzeigen liest, geschweige denn Print-Anzeigen. Diese existieren praktisch nicht!

Der Arbeitgeber wird zum Bewerber!

„Das war schon immer so“, geht nicht mehr! Ein anderes „running system“ muss her! Ein Perspektivenwechsel muss her. Heute können sich Stellensuchende, zumindest in einigen Branchen, die Stellen aussuchen. Heißt, der Bewerber ist nicht mehr die Fachkraft, die einen Arbeitgeber sucht. Der Bewerber ist der Arbeitgeber, der eine Stelle zu besetzen hat!

Er muss sich als begehrenswerter Arbeitgeber präsentieren und positionieren. Der Kandidat sucht sich den Attraktivsten auf dem Markt der Möglichkeiten aus. Gehalt ist da schon lange kein Lockmittel mehr. Wichtig sind unter anderem:

  • Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeit, hier sind nicht die Möbel gemeint, sondern vielmehr die Prozesse am Arbeitsplatz, die Inhalte der Arbeit, das Einbringen eigener Ideen.
  • Flexible Arbeitszeiten, damit ist nicht Gleitzeit gemeint, sondern auch Freiheit über die Wahl des Arbeitsplatzes, Homeoffice, oder auch mal mit dem Smartphone im Café arbeiten.
  • Eine andere Leistungsbemessung, es geht nicht mehr darum, wie viel Stunden man „abgesessen“ hat, sondern, ob das gewünschte Ergebnis erreicht wurde.

Einen Trumpf hat diese Generation Y in der Hand: sie sind jung und knapp.
Der Demografiewandel ist auf ihrer Seite.

Liebe Arbeitgeber macht euch attraktiv für die junge Generation Kommt vom Sofa runter, zieht die Turnschuhe an und geht dahin, wo ihr die jungen Leute treffen könnt!

Über die Autorin:

Malu Schäfer-Salecker ist seit über 20 Jahren selbständige Kommunikations- und Marketingberaterin. Am liebsten berät Sie Ihre Kunden wie diese sich in Sozialen Medien professionell präsentieren können und damit zum Unternehmenserfolg beitragen. Sie liebt pragmatische und schnell umsetzbare Lösungen für Ihre Kunden, hält gerne Vorträge und gibt in Workshops ihr Know How weiter.

 

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